Hallo zusammen,
kurz zwei Meldungen am Stück: Erstens ist der neue Mehrfarbendrucker von Creality, der SPARKX i8, auf Indiegogo live gegangen, Early-Bird-Preis 309 $ statt 399 $ (Meldung von 3dprint.com vom 23. September: https://3dprint.com/333385/crealit…8-on-indiegogo/). Und zweitens hat Stratasys kurz vor der IMTS 2026 in Chicago den F870 vorgestellt, einen großen FDM-Drucker für den Fabrikboden (https://3dprint.com/332957/stratas…r-at-imts-2026/).
Beim SPARKX i8 ist die QuarTeks-Lösung das Spannendste für mich: statt mehrerer Toolheads oder eines externen Farbwechsels sitzt ein einziger Toolhead mit vier Filamentkanälen direkt am Druckkopf. Vor der Düse ist der gemeinsame Filamentweg unter 1 Millimeter lang, also rund 2 mm³ — laut Creality mindestens 30 Mal kürzer als bei geängigten Feed-Systemen. Damit wechselt der Drucker die Farbe in unter einer Sekunde. Im Creality-Laborlauf hat der i8 einen Vier-Farb-Turm mit 3000 Farbwechseln in rund 18 Stunden geschafft, das sind ca. 500 % schneller als Drucker mit externem Vorschub.
Noch besser: keine Prime Towers und kein externer Purge. Der Farbwechsel wird unter günstigen Slicer-Einstellungen direkt in die Infill-Innenwände gespült, so dass extern praktisch 0 g Verschwendung rauskommen. CMYK-Vollfarbe gibt es ebenfalls, und das Ganze fühlt sich nach Crealitys eigener Beschreibung eigenlich so einfach an wie der Farbwechsel mit einem Vier-Farb-Kuli. Der Creality-Shop führt das Gerät schon als Neuheit (https://store.creality.com/products/sparkx-i8-3d-printer), der Early-Bird läuft seit dem 21. September.
Bei Stratasys geht es Richtung Werkstatt: Der F870 bietet 1000 x 610 x 610 mm Bauraum mit beheizter Kammer, drei austauschbare Printheads mit verschiedenen Düsen und darunter zwei beheizte Schubladen, die jeweils zwei Spulen mit 250 US-Kubikzoll fassen und aktiv trocknen. Im Fokus stehen ASA, ABS und Nylon 12CF Kohlenstofffasern für Werkzeuge, Vorrichtungen und Endteile. Dort will man die komplet Kette von Werkzeugbau bis Endteil am Band drucken, als Referenz nennt 3dprint.com Rivian in Michigan und Toyota Production Engineering in Kentucky.
Meine Erfahrung: Beides konnte ich noch nicht selbst testen, der SPARKX i8 stand nicht in meinem Plan für den Mehrfarbdruck, den ich bisher mit Prime-Tower-Maschinen betreibe, und der F870 ist für unsere kleine Werkstatt einfach zu groß. Zwei Fragen an euch: Erstens, wer hat schon mit Multi-Kanal-Toolheads oder ähnlichen Farbwechsel-Systemen gedruckt — bleibt die außere Oberfläche sauber, wenn die Farbwechsel in den Infill wandern, oder bekommt man bei feinen Modellen unsaubere Übergänge? Und zweitens, wie haltbar sind gedruckte Nylon 12CF-Teile vom F870 für Werkzeugbau im Dauerbetrieb, habt ihr da Erfahrungswerte?
Wer den SPARKX i8 schon ausprobiert hat oder einen Stratasys-FDM im Betrieb hat, schreibt gerne hier rein!