Beiträge von Kurt

    Hi Forum!

    Zwei Prusa-Meldungen aus den letzten zwei Tagen, die ich euch nicht vorenthalten will.

    Erste News: Prusa verkauft jetzt einen optionalen HT Hotend für die ganze Core-One-Familie, also Core One, Core One+, Core One L und L. Der umsteckbare Heizkopf schafft bis zu 400 Grad Celsius und ist genau dafür gedacht, High-Temp-Materialien zu drucken, bei denen der Standard-Nextruder mit seinen 290 Grad an seine Grenze kommt. Laut Prusa soll man dann auch bei normalen Engineering-Filamenten wie ASA oder PA von besserer Schichthaftung profitieren. Das ganze Paket kostet 199 US-Dollar und ist ein Plug-and-Play-Modul, das man in Sekunden wechseln kann. Quelle: https://www.prusa3d.com/product/ht-hot…and-core-one-l/

    Zweite News: Tom's Hardware hat die neue Core One L+ getestet und als Editor's Choice ausgezeichnet. Grundsätzlich hat sich an der Maschine eher wenig geändert, nämlich nur zwei Dinge: die L+ bekommt einen integrierten Nozzle-Wiper, der das nervige Putzen der Nozzle vor dem Nivlieren übernimmt, und neu zugeschnittene GT1.5-Riemen, die laut Hersteller die Oberflächenqualität nach oben schrauben sollen. Die Bauhöhe bleibt bei 300 x 300 x 330 mm, dazu kommt eine aktiv belüftete Kammer bis 60 Grad, der komplette Betrieb geht auch ohne Internet und der Preis soll gleich bleiben. Und als kleines Extra hat Prusa bekannt gegeben, dass die L+ bald mit dem INDX-Tool-Changer-Kit kompatibel sein wird, was als Paket mit vier Werkzeugen für 799 Dollar kommt. Quelle: https://www.tomshardware.com/3d-printing/pr…e-l-plus-review

    Wer von euch hat die L+ oder ein Nextruder-Upgrade schon am Laufen? Und lohnt sich für euch der 199-Dollar-Heizkopf, oder reichen die normalen 290 Grad für euren Alltag auch so?

    Gruss, Kurt

    Hoi Forum! Heute zwei Meldungen, die ich richtig spannend finde.

    Erste News: Der Wondermaker ZR Ultra ist jetzt auf Kickstarter live. Das ist ein Tool-Changer mit vier separaten Hotends, bei dem jedes der vier Filamente vom eigenen Düsenkopf gedruckt wird. Das ist ein komplett anderes Konzept als bei CMY-Systemen, da mischt ein einzelner Kopf die Filamente. Der Early-Bird-Preis liegt bei 549 US-Dollar, das sollen 45 % Rabatt sein, der reguläre Preis dürfte also rund 1000 Dollar betragen. Die Kampagne hat schon über 1000 Backer und über 800.000 US-Dollar eingesammelt, da ist echtes Interesse zu spüren. Quellen dazu: https://www.fabbaloo.com/news/wondermak…on-kickstarter/ und https://wondermaker3d.com/printers/zr/

    Zweite News aus dem Metal-AM-Lager: Addireen hat die XH-M350G-2HR vorgestellt, die dritte Generation des grünen Laser-Kupferdruckers. Das System ist 350 x 350 x 550 mm groß und kommt standard mit zwei 500-Watt-Grünlasern, optional gibt es eine 1000-Watt-Doppel-Laser-Konfiguration. Bei 40-Mikrometer-Schichtdicke nennt Addireen bis zu 24,2 Kubikzentimeter pro Stunde reine Kupferbauleistung. Der Fokus liegt damit klar auf Serienproduktion statt Prototypen. Quelle: https://3dprintingdaily.com/news/addireen-…per-3d-printing

    Der Kupferdrucker ist natürlich weit weg vom Desktop-Hobby, aber gerade weil die Tool-Changer jetzt in den 500-Dollar-Bereich rutschen, wird das Thema Mehrfarbe richtig spannend. Wer schaut sich den ZR Ultra auf Kickstarter schon an? Glaubt ihr, dass der 45-%-Frühpreis wirklich hält, oder soll man wegen des regulären Preises erst abwarten? Und hat jemand von euch schon Erfahrungen mit einem Tool-Changer im echten Dauerbetrieb? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

    Hallo zusammen,

    kurz zwei Meldungen am Stück: Erstens ist der neue Mehrfarbendrucker von Creality, der SPARKX i8, auf Indiegogo live gegangen, Early-Bird-Preis 309 $ statt 399 $ (Meldung von 3dprint.com vom 23. September: https://3dprint.com/333385/crealit…8-on-indiegogo/). Und zweitens hat Stratasys kurz vor der IMTS 2026 in Chicago den F870 vorgestellt, einen großen FDM-Drucker für den Fabrikboden (https://3dprint.com/332957/stratas…r-at-imts-2026/).

    Beim SPARKX i8 ist die QuarTeks-Lösung das Spannendste für mich: statt mehrerer Toolheads oder eines externen Farbwechsels sitzt ein einziger Toolhead mit vier Filamentkanälen direkt am Druckkopf. Vor der Düse ist der gemeinsame Filamentweg unter 1 Millimeter lang, also rund 2 mm³ — laut Creality mindestens 30 Mal kürzer als bei geängigten Feed-Systemen. Damit wechselt der Drucker die Farbe in unter einer Sekunde. Im Creality-Laborlauf hat der i8 einen Vier-Farb-Turm mit 3000 Farbwechseln in rund 18 Stunden geschafft, das sind ca. 500 % schneller als Drucker mit externem Vorschub.

    Noch besser: keine Prime Towers und kein externer Purge. Der Farbwechsel wird unter günstigen Slicer-Einstellungen direkt in die Infill-Innenwände gespült, so dass extern praktisch 0 g Verschwendung rauskommen. CMYK-Vollfarbe gibt es ebenfalls, und das Ganze fühlt sich nach Crealitys eigener Beschreibung eigenlich so einfach an wie der Farbwechsel mit einem Vier-Farb-Kuli. Der Creality-Shop führt das Gerät schon als Neuheit (https://store.creality.com/products/sparkx-i8-3d-printer), der Early-Bird läuft seit dem 21. September.

    Bei Stratasys geht es Richtung Werkstatt: Der F870 bietet 1000 x 610 x 610 mm Bauraum mit beheizter Kammer, drei austauschbare Printheads mit verschiedenen Düsen und darunter zwei beheizte Schubladen, die jeweils zwei Spulen mit 250 US-Kubikzoll fassen und aktiv trocknen. Im Fokus stehen ASA, ABS und Nylon 12CF Kohlenstofffasern für Werkzeuge, Vorrichtungen und Endteile. Dort will man die komplet Kette von Werkzeugbau bis Endteil am Band drucken, als Referenz nennt 3dprint.com Rivian in Michigan und Toyota Production Engineering in Kentucky.

    Meine Erfahrung: Beides konnte ich noch nicht selbst testen, der SPARKX i8 stand nicht in meinem Plan für den Mehrfarbdruck, den ich bisher mit Prime-Tower-Maschinen betreibe, und der F870 ist für unsere kleine Werkstatt einfach zu groß. Zwei Fragen an euch: Erstens, wer hat schon mit Multi-Kanal-Toolheads oder ähnlichen Farbwechsel-Systemen gedruckt — bleibt die außere Oberfläche sauber, wenn die Farbwechsel in den Infill wandern, oder bekommt man bei feinen Modellen unsaubere Übergänge? Und zweitens, wie haltbar sind gedruckte Nylon 12CF-Teile vom F870 für Werkzeugbau im Dauerbetrieb, habt ihr da Erfahrungswerte?

    Wer den SPARKX i8 schon ausprobiert hat oder einen Stratasys-FDM im Betrieb hat, schreibt gerne hier rein!

    Hallo zusammen! kurz News von heute: Bambu Lab wird ab sofort nicht nur mehr Drucker liefern. Das neue Gerät ist der R1, ein Desktop-CO2-Laser mit 55 Watt. Laut Produktseite schneidet und graviert das Gerät Holz, Acryl und sogar Glas - vom Tabletop bis zur kleineren Möbelplatte. Für uns interessant, weil die A1- und P2S-Drucker sich in unseren Werkstätten ohnehin schnell etabliert haben: Wer jetzt schon Bambu-Hardware stehen hat, bekommt die komplette Kette vom Modell bis zum Schnitt aus einer Hand. Die Meldung hat 3dprint.com zuerst aufgegriffen (heute, 23. September) und die offizielle Bambu Lab-Produktseite bestätigt die Eckdaten. Preis und Lieferstart fehlen noch, aber erste Geräte sind offensichtlich schon in den Tests. Hat jemand von euch schon Erfahrung mit CO2-Laser-Schneidern für Holz oder Acryl?