Creality K1 / K1c / K1 Max Timelapse Videos herunterladen
Die Creality K1-Serie bietet eine integrierte Timelapse-Funktion, die beeindruckende Videos deiner Druckvorgänge erstellt. Viele Nutzer fragen sich jedoch, wie sie diese Videos vom Drucker herunterladen und dauerhaft sichern können. In diesem ausführlichen Leitfaden zeige ich dir alle Methoden, um Timelapse-Videos von deinem K1, K1c oder K1 Max zu exportieren – von der einfachen WLAN-Übertragung bis zur manuellen SD-Karten-Extraktion.
Wo werden Timelapse-Videos auf der K1-Serie gespeichert?
Die Creality K1, K1c und K1 Max speichern Timelapse-Videos standardmäßig auf der internen SD-Karte des Druckers. Der Speicherpfad ist bei allen drei Modellen identisch und befindet sich im Verzeichnis /usr/data/printer_data/timelapse. Jedes Video wird mit einem Zeitstempel versehen und im MP4-Format abgelegt.
Methode 1:Linux/Mac (Terminal) / Windows über Powershell
Unter Windows nach Powershell suchen und ausfürhen
Nutze den SCP-Befehl für schnelle Übertragungen:
scp root@DRUCKER-IP:/usr/data/printer_data/timelapse/*.mp4 ~/Downloads/
Passwort um den Downlaod zu starten: creality_2023
Ersetze DRUCKER-IP mit der tatsächlichen IP-Adresse. Alle MP4-Dateien werden in deinen Downloads-Ordner kopiert. Es kann ein eigender Ordner gewählt werden. Wenn ~/Downloads/ nicht funktioniert, einen „harten“ Pfad, wie c:/download/ benutzen. Der Ordner wird angelegt, wenn er nicht exisitert.
Methode 2:Download über Creality Print (Slicer-Software)
Die einfachste und komfortabelste Methode ist die Verwendung der offiziellen Creality Print Software. Diese Methode funktioniert sowohl bei WLAN-Verbindung als auch über Creality Cloud.
- Stelle sicher, dass dein Drucker mit dem WLAN verbunden ist. Überprüfe dies im Druckermenü unter Einstellungen → Netzwerk. Die IP-Adresse sollte angezeigt werden.
- Öffne Creality Print auf deinem Computer und stelle sicher, dass du die neueste Version verwendest (ab Version 4.3.7 für K1-Unterstützung).
- Verbinde deinen Drucker: Klicke oben rechts auf das Drucker-Symbol und wähle deinen K1/K1c/K1 Max aus der Liste der verfügbaren Geräte.
- Navigiere zum Timelapse-Bereich: Nach erfolgreicher Verbindung findest du in der Seitenleiste den Menüpunkt „Timelapse“ oder „Zeitraffer“.
- Wähle dein Video aus: Alle gespeicherten Timelapse-Videos werden mit Datum und Uhrzeit aufgelistet. Klicke auf das gewünschte Video.
- Downloade das Video: Klicke auf den Download-Button (meist ein Pfeil nach unten). Das Video wird in deinen Standard-Download-Ordner gespeichert.
Methode 2: Download über die Mainsail-Weboberfläche
Die K1-Serie läuft mit Klipper-Firmware und bietet eine integrierte Mainsail-Weboberfläche. Dies ist meine bevorzugte Methode, da sie schnell und direkt funktioniert.
- Finde die IP-Adresse deines Druckers: Gehe am Drucker zu Einstellungen → Netzwerk → WLAN. Notiere dir die IP-Adresse (z.B. 192.168.1.147).
- Öffne deinen Webbrowser auf einem Computer oder Smartphone im selben Netzwerk.
- Gib die IP-Adresse in die Adresszeile ein: Beispiel: http://192.168.1.147. Die Mainsail-Oberfläche öffnet sich.
- Navigiere zum Timelapse-Ordner: Klicke in der linken Seitenleiste auf „Machine“ oder „Maschine“, dann auf „timelapse“.
- Wähle dein Video aus: Alle MP4-Dateien werden mit vollständigem Dateinamen angezeigt (z.B. timelapse_20240115_143022.mp4).
- Downloade die Datei: Klicke auf die drei Punkte neben dem Video und wähle „Download“ oder klicke direkt auf den Dateinamen.
Vorteile Mainsail
- Funktioniert auf jedem Gerät mit Browser
- Keine Software-Installation nötig
- Schneller direkter Zugriff
- Komplette Dateiverwaltung möglich
Nachteile Mainsail
- Erfordert Kenntnis der IP-Adresse
- Funktioniert nur im gleichen Netzwerk
- Interface kann für Anfänger komplex wirken
Methode 3: FTP/SFTP-Zugriff (für fortgeschrittene Nutzer)
Für regelmäßige Backups oder automatisierte Downloads eignet sich der FTP-Zugriff. Die K1-Serie unterstützt SFTP-Verbindungen über Port 22.
Einrichtung mit FileZilla (kostenlos)
- Installiere FileZilla Client von der offiziellen Website (filezilla-project.org).
- Öffne FileZilla und erstelle eine neue Verbindung mit folgenden Daten:
- Server: IP-Adresse deines Druckers
- Protokoll: SFTP
- Port: 22
- Benutzername: root
- Passwort: creality (Standard, falls nicht geändert)
- Verbinde dich mit dem Drucker. Beim ersten Mal erscheint eine Sicherheitswarnung – akzeptiere den Host-Key.
- Navigiere zum Timelapse-Ordner: Pfad: /usr/data/printer_data/timelapse
- Ziehe die Videos per Drag & Drop auf deinen Computer, um sie zu downloaden.
passwd in der SSH-Konsole.Methode 4: SSH-Zugriff und manuelle Übertragung
Für Nutzer mit Linux/Mac oder Windows mit WSL bietet SSH die größte Kontrolle. Diese Methode ist besonders nützlich, wenn du mehrere Videos auf einmal übertragen möchtest.
Windows (mit PuTTY und WinSCP)
- Installiere PuTTY und WinSCP (beide kostenlos erhältlich).
- Öffne WinSCP und erstelle eine neue Session:
- Dateiprotokoll: SCP
- Hostname: Drucker-IP
- Port: 22
- Benutzername: root
- Passwort: creality
- Verbinde dich und navigiere zu /usr/data/printer_data/timelapse
- Kopiere die Dateien einfach per Drag & Drop in ein lokales Verzeichnis.
Methode 5: Über Creality Cloud App (Smartphone)
Die mobile Creality Cloud App bietet ebenfalls Zugriff auf Timelapse-Videos, allerdings mit Einschränkungen.
- Installiere die Creality Cloud App aus dem Google Play Store oder Apple App Store.
- Melde dich an und verbinde deinen Drucker mit deinem Account (über QR-Code am Drucker).
- Wähle deinen Drucker aus der Geräteliste in der App.
- Tippe auf „Zeitraffer“ oder „Timelapse“ im Menü.
- Wähle ein Video aus und tippe auf den Download-Button. Das Video wird in der Galerie deines Smartphones gespeichert.
Vergleich aller Download-Methoden
| Methode | Schwierigkeit | Geschwindigkeit | Qualität | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| Creality Print | Einfach | Mittel | Original | Anfänger |
| Mainsail Web | Einfach | Schnell | Original | Beste Wahl |
| FTP/SFTP | Mittel | Sehr schnell | Original | Fortgeschritten |
| SSH/SCP | Schwer | Sehr schnell | Original | Experten |
| Cloud App | Sehr einfach | Langsam | Komprimiert | Unterwegs |
Timelapse-Einstellungen optimieren
Bevor du Videos erstellst, solltest du die Timelapse-Einstellungen an deine Bedürfnisse anpassen. Dies geschieht direkt am Drucker oder über die Weboberfläche.
Zugriff auf die Einstellungen
Öffne die Mainsail-Weboberfläche und navigiere zu Machine → moonraker.conf. Hier findest du den Abschnitt [timelapse] mit folgenden Optionen:
Empfohlene Einstellungen nach Druckdauer
| Druckdauer | Mode | Frame Rate | Videolänge (ca.) |
|---|---|---|---|
| 1-3 Stunden | layermacro | 30 FPS | 10-20 Sekunden |
| 3-8 Stunden | layermacro | 25 FPS | 20-40 Sekunden |
| 8-24 Stunden | layermacro | 20 FPS | 40-90 Sekunden |
| 24+ Stunden | hyperlapse | 15 FPS | 60-120 Sekunden |
Häufige Probleme und Lösungen
Problem: Keine Videos im Timelapse-Ordner
Wenn keine Videos erstellt werden, prüfe folgende Punkte:
- Ist Timelapse aktiviert? Überprüfe in der moonraker.conf, ob
enabled = truegesetzt ist. - Kamera funktioniert? Teste die Kamera über die Weboberfläche unter „Dashboard“. Du solltest ein Live-Bild sehen.
- Genug Speicherplatz? Prüfe mit SSH den freien Speicher:
df -h - Druckjob korrekt gestartet? Timelapse startet nur bei Druckjobs, die über Mainsail/Moonraker gestartet wurden.
Problem: Video ist beschädigt oder lässt sich nicht abspielen
- Prüfe die Dateigröße: Zu kleine Dateien (unter 100 KB) sind meist unvollständig.
- Warte bis Rendering abgeschlossen ist: Nach Druckende dauert die Videoerzeugung 1-3 Minuten. Während dieser Zeit erscheint eine .tmp-Datei.
- Nutze VLC Media Player: Dieser kann auch teilweise beschädigte Videos abspielen.
- Konvertiere mit FFmpeg:
ffmpeg -i input.mp4 -c copy output.mp4kann Fehler reparieren.
Problem: Download-Geschwindigkeit sehr langsam
Mehrere Faktoren können die Download-Geschwindigkeit beeinflussen:
- Nutze eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung statt WLAN (der K1 Max hat einen Ethernet-Port)
- Stelle sicher, dass dein Router im 5 GHz-Band funkt (wenn WLAN genutzt wird)
- Schließe andere Programme, die das Netzwerk belasten
- Nutze SFTP statt Creality Cloud für direkte Übertragungen
Speicherplatzverwaltung und automatisches Löschen
Der interne Speicher der K1-Serie ist begrenzt. Bei intensiver Nutzung können sich schnell dutzende Videos ansammeln. Hier sind bewährte Strategien zur Verwaltung:
Manuelles Löschen über Mainsail
Der einfachste Weg ist die Nutzung der Weboberfläche. Navigiere zu Machine → timelapse und lösche alte Videos mit dem Papierkorb-Symbol.
Automatisches Löschen konfigurieren
Du kannst Moonraker so konfigurieren, dass alte Videos automatisch gelöscht werden. Füge in der moonraker.conf hinzu:
[timelapse] enabled: true autorender: true constant_rate_factor: 23 duplicatelastframe: 0 saveframes: false
Die Option saveframes: false verhindert, dass Einzelbilder gespeichert werden, was erheblich Platz spart.
Regelmäßige Backups einrichten
Für Windows-Nutzer empfehle ich ein einfaches Batch-Script, das täglich Videos herunterlädt:
@echo off set DRUCKER_IP=192.168.1.147 set BACKUP_ORDNER=C:Timelapse_Backup pscp -pw creality root@%DRUCKER_IP%:/usr/data/printer_data/timelapse/*.mp4 %BACKUP_ORDNER%
Speichere dies als backup_timelapse.bat und führe es aus, wann immer du möchtest.
Qualitätsverbesserungen für bessere Timelapses
Die Standardeinstellungen liefern gute Ergebnisse, aber mit einigen Anpassungen holst du noch mehr aus deinen Videos heraus.
Beleuchtung optimieren
Konstante Beleuchtung ist entscheidend für professionelle Timelapses. Die K1-Serie hat eine eingebaute Kammer-Beleuchtung, die jedoch manchmal nicht ausreicht.
LED-Strip Installation
Installiere einen zusätzlichen LED-Strip mit 5000-6500K Farbtemperatur am Rahmen. Achte auf diffuses, gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten.
Externe Lichtquelle
Positioniere eine Softbox oder Ringlicht vor dem Drucker. Dies verhindert Flackern und sorgt für konsistente Farben.
Belichtung fixieren
In der webcam.conf kannst du die Auto-Belichtung deaktivieren, um Helligkeitsschwankungen zu vermeiden.
Kameraeinstellungen anpassen
Die integrierte Kamera lässt sich über die webcam.conf konfigurieren. Öffne die Datei via SSH oder Mainsail:
camera="usb" camera_fps="30" camera_resolution="1920x1080" camera_auto_focus="false" camera_focus="20"
- Deaktiviere Autofokus für konstante Schärfe
- Setze FPS auf 30 für flüssige Videos
- Nutze volle HD-Auflösung (1920×1080)
- Fixiere Weißabgleich auf Tageslicht (5000K)
Erweiterte Techniken: Hyperlapse vs. Layermacro
Die K1-Serie bietet zwei verschiedene Timelapse-Modi, die sich grundlegend unterscheiden:
Layermacro-Modus
In diesem Modus wird bei jedem Lagenwechsel ein Foto aufgenommen. Der Druckkopf fährt dabei an eine definierte Position (meist die Parkposition), was saubere, konsistente Aufnahmen garantiert.
Vorteile:
- Sehr saubere Videos ohne sichtbaren Druckkopf
- Perfekt für Layer-für-Layer-Darstellung
- Gleichmäßige Bildabstände
Nachteile:
- Verlängert Druckzeit um 2-5% (je nach Layeranzahl)
- Kann bei sehr dünnen Layern (0.08mm) zu vielen Unterbrechungen führen
Hyperlapse-Modus
Hier werden Fotos in festen Zeitintervallen aufgenommen, unabhängig vom Layer. Der Druckkopf bleibt in Bewegung.
Vorteile:
- Keine Unterbrechung des Druckvorgangs
- Zeigt die tatsächliche Druckgeschwindigkeit
- Besser für sehr lange Drucke (24+ Stunden)
Nachteile:
- Druckkopf kann im Bild sichtbar sein
- Unregelmäßige Bildabstände bei variierenden Layerzeiten
Meine Empfehlung
Nutze Layermacro für Drucke unter 12 Stunden mit moderater Layerhöhe (0.2-0.28mm). Wechsle zu Hyperlapse bei sehr langen Drucken oder wenn jede Sekunde Druckzeit zählt. Für Präsentationsvideos ist Layermacro fast immer die bessere Wahl.
Nachbearbeitung der Videos
Die rohen Timelapse-Videos kannst du mit einfachen Tools weiter verbessern.
Video stabilisieren (bei Vibrationen)
Falls dein Drucker auf einem nicht vollständig stabilen Untergrund steht, können leichte Wackler im Video auftreten. Nutze diese FFmpeg-Kommandozeile zur Stabilisierung:
ffmpeg -i input.mp4 -vf vidstabdetect -f null - ffmpeg -i input.mp4 -vf vidstabtransform,unsharp=5:5:0.8:3:3:0.4 output_stabilized.mp4
Intro/Outro hinzufügen
Für professionelle Präsentationen kannst du mit kostenloser Software wie DaVinci Resolve ein Intro/Outro hinzufügen:
- Importiere dein Timelapse-Video in DaVinci Resolve
- Erstelle ein Text-Overlay mit Druckinfos (Material, Schichtzeit, etc.)
- Füge Übergangseffekte zwischen Clips hinzu
- Exportiere als MP4 mit H.264-Codec für beste Kompatibilität
Geschwindigkeit anpassen
Manchmal ist das Video zu schnell oder zu langsam. Mit FFmpeg kannst du die Abspielgeschwindigkeit anpassen:
# Video verlangsamen (0.5 = halbe Geschwindigkeit) ffmpeg -i input.mp4 -filter:v "setpts=2.0*PTS" output_slow.mp4 # Video beschleunigen (2.0 = doppelte Geschwindigkeit) ffmpeg -i input.mp4 -filter:v "setpts=0.5*PTS" output_fast.mp4
Unterschiede zwischen K1, K1c und K1 Max
Obwohl alle drei Modelle dieselbe Timelapse-Funktionalität bieten, gibt es einige praktische Unterschiede:
| Feature | K1 | K1c | K1 Max |
|---|---|---|---|
| Kamera-Position | Links oben | Links oben | Zentral oben |
| Sichtfeld | 220x220mm | 220x220mm | 300x300mm |
| Ethernet-Port | Nein | Nein | Ja |
| WLAN | 2.4 GHz | 2.4 GHz | 2.4/5 GHz |
| Interner Speicher | 8 GB | 8 GB | 16 GB |
Netzwerkverbindung optimieren für schnellere Downloads
Die Download-Geschwindigkeit hängt stark von der Netzwerkverbindung ab. Hier sind bewährte Optimierungen:
WLAN-Optimierung
- Router-Position: Stelle sicher, dass der Drucker maximal 5-7 Meter vom Router entfernt steht, idealerweise ohne dicke Wände dazwischen.
- Kanal-Wahl: Nutze einen weniger überlasteten WLAN-Kanal. Tools wie WiFi Analyzer (Android) helfen bei der Auswahl.
- 5 GHz bevorzugen: Falls dein K1 Max 5 GHz unterstützt und dein Router dual-band ist, wechsle zum 5 GHz-Netz für höhere Geschwindigkeiten.
- Statische IP vergeben: Weise dem Drucker im Router eine feste IP-Adresse zu, um Verbindungsabbrüche zu vermeiden.
Ethernet-Verbindung (K1 Max)
Der K1 Max bietet als einziges Modell einen Ethernet-Anschluss. Die Einrichtung ist simpel:
- Verbinde ein Netzwerkkabel vom Router zum K1 Max
- Gehe am Drucker zu Einstellungen → Netzwerk → Ethernet
- Aktiviere Ethernet – eine IP-Adresse wird automatisch zugewiesen
- Notiere die neue IP-Adresse für zukünftige Verbindungen
Mit Ethernet erreichst du typischerweise 50-100 MB/s Download-Geschwindigkeit, verglichen mit 5-20 MB/s über WLAN.
Backup-Strategien für langfristiges Archiv
Wenn du eine umfangreiche Sammlung von Timelapse-Videos aufbauen möchtest, solltest du eine durchdachte Backup-Strategie verfolgen.
3-2-1-Backup-Regel
Die 3-2-1-Regel erklärt
- 3 Kopien: Original auf dem Drucker + 2 Backups
- 2 verschiedene Medien: Z.B. Festplatte + Cloud-Speicher
- 1 Kopie extern: Cloud oder externe Festplatte an anderem Ort
Empfohlene Backup-Lösungen
Lokale NAS
Automatisiere den Upload mit einem Script, das täglich Videos zur NAS synchronisiert. Programme wie Synology Drive oder FreeNAS eignen sich perfekt.
Cloud-Speicher
Nutze Google Drive, Dropbox oder OneDrive für automatische Backups. Achte auf ausreichend Speicherplatz (ca. 500 GB für intensive Nutzung).
Externe Festplatte
Die einfachste Lösung: Wöchentlich alle neuen Videos auf eine externe SSD kopieren. Nutze zwei Festplatten im Wechsel für maximale Sicherheit.
Zusammenfassung und persönliche Empfehlung
Nach meiner Erfahrung mit allen drei K1-Modellen und hunderten Timelapse-Videos ist die Mainsail-Weboberfläche die beste Methode für den täglichen Gebrauch. Sie kombiniert Einfachheit mit voller Kontrolle und funktioniert ohne zusätzliche Software.
Für Anfänger empfehle ich den Start mit Creality Print, da dies die intuitivste Methode ist und keine technischen Kenntnisse erfordert. Sobald du dich eingearbeitet hast, lohnt sich der Umstieg auf die Weboberfläche oder SFTP für mehr Flexibilität.
Der wichtigste Tipp: Sichere deine Videos regelmäßig! Der interne Speicher ist begrenzt, und ich habe schon zu oft Videos verloren, weil ich vergessen hatte, sie rechtzeitig herunterzuladen. Richte dir eine wöchentliche Erinnerung ein oder automatisiere den Prozess mit einem der beschriebenen Scripts.
Mit den richtigen Einstellungen und etwas Übung wirst du beeindruckende Timelapse-Videos erstellen, die deine 3D-Drucke perfekt dokumentieren und in sozialen Medien garantiert Aufmerksamkeit erregen.
Wo werden Timelapse-Videos auf der Creality K1-Serie gespeichert?
Die Videos werden auf der internen SD-Karte des Druckers im Verzeichnis /usr/data/printer_data/timelapse gespeichert. Sie liegen im MP4-Format vor und werden mit Zeitstempel benannt. Der Speicherplatz ist begrenzt (8-16 GB je nach Modell), daher solltest du regelmäßig alte Videos löschen.
Welche Methode ist am einfachsten für Anfänger zum Download von Timelapse-Videos?
Die einfachste Methode ist die Creality Print Software. Verbinde deinen Drucker über WLAN mit der Software, navigiere zum Timelapse-Bereich und lade das gewünschte Video mit einem Klick herunter. Alternativ funktioniert auch die Mainsail-Weboberfläche sehr gut – du gibst einfach die IP-Adresse deines Druckers im Browser ein und kannst direkt auf die Videos zugreifen.
Warum werden bei meinem K1 keine Timelapse-Videos erstellt?
Prüfe zunächst, ob die Timelapse-Funktion aktiviert ist (moonraker.conf, enabled = true). Stelle sicher, dass die Kamera funktioniert – du solltest ein Live-Bild in der Weboberfläche sehen. Überprüfe außerdem den verfügbaren Speicherplatz mit dem Befehl df -h über SSH. Timelapse startet nur bei Druckjobs, die über Mainsail oder Moonraker gestartet wurden, nicht bei direktem Druck vom USB-Stick.
Was ist der Unterschied zwischen Layermacro und Hyperlapse-Modus?
Im Layermacro-Modus wird bei jedem Lagenwechsel ein Foto aufgenommen, wobei der Druckkopf an eine Parkposition fährt. Das ergibt sehr saubere Videos ohne sichtbaren Druckkopf, verlängert aber die Druckzeit um 2-5%. Hyperlapse nimmt Fotos in festen Zeitintervallen auf, ohne den Druck zu unterbrechen. Der Druckkopf kann dabei im Bild sein. Layermacro eignet sich besser für Präsentationsvideos, Hyperlapse für sehr lange Drucke.
Wie kann ich die Download-Geschwindigkeit meiner Timelapse-Videos verbessern?
Die beste Lösung ist eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung beim K1 Max. Für K1 und K1c optimiere dein WLAN: Positioniere den Drucker näher am Router, nutze das 5 GHz-Band falls verfügbar, und weise dem Drucker eine statische IP-Adresse zu. Verwende SFTP oder SCP statt der Cloud-App für direkte Übertragungen. Mit Ethernet erreichst du 50-100 MB/s, mit optimiertem WLAN etwa 10-30 MB/s.

